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Hörbücher

Ottakring - 16. Wiener Gemeindebezirk

  • Ottakring - »Brutstätte« des Wienerlieds 
Beliebt ist der 16. Bezirk vor allem, weil er die Vorzüge der Großstadt mit den Annehmlichkeiten eines ländlichen Erholungsgebietes vereint. Auch für Zuwanderer war und ist die Urwiener-Vorstadt ein Anziehungspunkt. Waren es früher vor allem Bulgaren, Tschechen und Slowaken, die sich hier ansiedelten, haben in den letzten Jahren vor allem türkische Zugereiste den »16ten« zu ihrem Heimatbezirk erkoren, wie besonders die Gegend um den Brunnenmarkt mit ihrer bunten Vielfalt und dem orientalischen Flair deutlich macht. 
In früherer Zeit lockten unzählige Gasthäuser und Heurigenlokale nach Neulerchenfeld und Alt-Ottakring. Einerseits wegen der günstigeren Preise, andererseits wegen der Gemütlichkeit. In den Wirtshäusern wurde gern musiziert und Ottakring gilt als »Brutstätte« des Wienerlieds. Namhafte Persönlichkeiten waren hier Zuhause: etwa die Brüder Schrammel oder heute Karl Hodina. Aber auch bittere Armut war hier anzutreffen. Viele Handwerker - wie z.B. die Perlmuttdrechsler - betrieben Werkstätten in ihren bescheidenen Wohnungen. Durch die Errichtung zahlreicher Fabriken wurde Ottakring zum klassischen Arbeiterbezirk und war um 1900 auch das Zentrum der Arbeiterbewegung. 
Aus dem einstigen Industriebezirk ist heute ein Bezirk mit Grünflächen, Park- und Wohnhausanlagen geworden. Von den alten Betrieben ist noch die Ottakringer Brauerei geblieben, die neben der Kuffner-Sternwarte, dem Schloss Wilhelminenberg oder der Jubiläumswarte mittlerweile zu Ottakrings Wahrzeichen gehört.

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